Aktuelle Live-Reviews

Live-Berichte:


06.09.2016 Summer Breeze 2016-Bericht
21.08.2016 Wacken Open Air 2016-Bericht
01.08.2016 Bang Your Head 2016-Bericht


25.09.2015 Summer Breeze 2015-Bericht
27.08.2015 Wacken Open Air 2015-Bericht
28.07.2015 Bang Your Head 2015-Bericht


15.09.2014 Summer Breeze 2014-Bericht
23.08.2014 Wacken Open Air 2014-Bericht
18.08.2014 Bang Your Head 2014-Bericht


05.09.2013 Summer Breeze 2013-Bericht
21.08.2013 Wacken Open Air 2013-Bericht
27.07.2013 Bang Your Head 2013-Bericht


08.09.2012 Summer Breeze 2012-Bericht
13.08.2012 Wacken Open Air 2012-Bericht
25.07.2012 Bang Your Head 2012-Bericht


10.09.2011 Summer Breeze 2011-Bericht
16.08.2011 Wacken Open Air 2011-Bericht
29.07.2011 Bang Your Head 2011-Bericht


08.09.2010 Metallic Noise 2010-Bericht
26.08.2010 Summer Breeze 2010-Bericht
20.08.2010 Wacken Open Air 2010-Bericht
24.07.2010 Bang Your Head 2010-Bericht


28.08.2009 Summer Breeze 2009-Bericht
17.08.2009 Wacken Open Air 2009-Bericht
29.07.2009 Wacken Rocks South 2009-Bericht
28.07.2009 Magic Circle Festival 2009-Bericht
27.07.2009 Bang Your Head 2009-Bericht


20.08.2008 Wacken Open Air 2008-Bericht
30.07.2008 Magic Circle Festival 2008-Bericht
30.08.2008 Summer Breeze 2008-Bericht
18.07.2008 Bang Your Head 2008-Bericht


11.09.2007 Summer Breeze 2007-Bericht
01.09.2007 Wacken Open Air 2007-Bericht
13.08.2007 Earthshaker Fest 2007-Bericht
21.07.2007 Magic Circle Festival 2007-Bericht
30.06.2007 Bang Your Head 2007-Bericht


14.10.2006 LIVE: SATYRICON, DARK FORTRESS
18.09.2006 Summer Breeze 2006-Bericht
09.09.2006 Wacken Open Air 2006-Bericht
13.08.2006 Earthshaker Fest 2006-Bericht


16.09.2005 Summer Breeze 2005-Bericht
03.09.2005 Wacken Open Air 2005-Bericht
13.08.2005 Earthshaker Fest 2005-Bericht
05.08.2005 Bang Your Head 2005-Bericht
07.06.2005 LIVE: LAIBACH


12.10.2004 Summer Breeze 2004-Bericht
01.09.2004 Wacken Open Air 2004-Bericht
29.07.2004 Bang Your Head 2004-Bericht


12.09.2003 Summer Breeze 2003-Bericht
22.08.2003 Wacken Open Air 2003-Bericht
28.07.2003 Bang Your Head 2003-Bericht


01.09.2002 Summer Breeze 2002-Bericht
19.08.2002 Wacken Open Air 2002-Bericht
11.07.2002 Bang Your Head 2002-Bericht
21.02.2002 LIVE: DREAM THEATER, PAIN OF SALVATION


21.08.2001 Wacken Open Air 2001-Bericht
17.07.2001 Bang Your Head 2001-Bericht
28.06.2001 With Full Force 2001-Bericht

  • WACKEN OPEN AIR - 04.-06.08.2016

  • BANG YOUR HEAD 14.-16.07.2016

  • WACKEN OPEN AIR 30.07.-01.08.2015

  • 20. BANG YOUR HEAD - 16.07.-18.07.2015 - BALINGEN

  • SUMMER BREEZE 2014 - 13.-16.08.2014 - DINKELSBÜHL

  • 25. WACKEN OPEN AIR - 31.07.-02.08.2014 - WACKEN

  • 19. BANG YOUR HEAD - 18.07.-19.07.2014 - BALINGEN

  • SUMMER BREEZE - 15.08.-17.08.2013 - DINKELSBÜHL

  • WACKEN OPEN AIR - 01.08.-03.08.2013 - WACKEN

  • BANG YOUR HEAD - 12.-13.07.2013 - BALINGEN

  • SUMMER BREEZE - 16.-18.08.2012 - DINKELSBÜHL

  • WACKEN OPEN AIR 2012 - 02.-04.08.2012

  • BANG YOUR HEAD 2012 - 12.-14.07.2012 - BALINGEN

  • SUMMER BREEZE 2011 - 18.-20.08.2011

  • WACKEN OPEN AIR 2011 - 04.-06.08.2011

  • BANG YOUR HEAD 2011 - 14.-16.07.2011 - BALINGEN

  • SUMMER BREEZE 2010 - 19.-21.08.2010 - DINKELSBÜHL

  • WACKEN OPEN AIR 2011 - 05.-07.08.2010 - WACKEN

  • BANG YOUR HEAD 2010 - 15.-17.07.2010 - BALINGEN

  • SUMMER BREEZE 2009 (13.-15.08.2009, Dinkelsbühl)

  • WACKEN OPEN AIR 2009

  • BANG YOUR HEAD 2009

  • SUMMBER BREEZE (14.-16.08.2008, Dinkelsbühl)

  • WACKEN OPEN AIR (31.07.-02.08.2008, Wacken)

  • BANG YOUR HEAD 2008 (27.-28.06.2008, Balingen)

  • MAGIC CIRCLE FESTIVAL, 09.-12.07.2008, Bad Arolsen

  • SUMMER BREEZE (15.-18.08.2007, Dinkelsbühl)

  • WACKEN OPEN AIR (02.-04.08.2007, Wacken)

  • Der Magic Circle Festival 2007-Bericht (07.07.07, Bad Arolsen)

  • Der Bang Your Head 2007-Bericht

  • SATYRICON, DARK FORTRESS (13.09.2006, Bochum Zeche)

  • SUMMER BREEZE 2006

  • WACKEN OPEN AIR 2006

  • EARTHSHAKER FEST 2006

  • Der Summer Breeze 2005 Bericht

  • Der Wacken Open Air 2005-Bericht

  • Der Earthshaker Fest 2005-Bericht

  • Der Bang Your Head 2005-Bericht

  • LIVE: LAIBACH (Köln Kantine, 26.05.2005)

  • Der Summer Breeze 2004 Bericht

  • Der Wacken 2004 Bericht

      Die Anfahrt nach Wacken gestaltete sich entgegen des ansonsten gewohnten Rituals dieses mal äußerst schwierig. Die Autobahnausfahrt raus, wurde man sogleich wieder von übereifrigen Polizisten zur Umkehr gezwungen, die Tatsache konsequent ignorierend, dass man von der Presse ist und doch nicht zum Campingplatz, sondern zum Akkreditierungsstand möchte. Die nächste Ausfahrt führte nämlich genau dorthin: direkt zum Campingplatz. Endlose Staus und unfreundliche Ordner, die einen überall nur in eine bestimmte Richtung durchwinken, egal wo man hin will. So kam es, dass wir fast eine Stunde ständig im Nirvana herumfuhren, niemand von den Ordnern wußte, wo es einen Akkreditierungsstand gab (wir schon, nur durften wie nie dahin fahren). Erst nach über 50 Minuten gelang es uns sich von diesen ahnungslosen Typen zu lösen und zu unserem Ziel zu kommen. So verpassten wir nicht nur ZODIAC MINDWARP, fast alle von uns verpassten auch den Motörkopf. Hass. Der mußte erstmal mit einigem Bier heruntergespült werden, damit man mit guter Laune den ONKELZ beiwohnen konnte. Und so fing es an:

      Donnerstag

      Es gibt wohl kaum eine bessere "Vorband" für die ONKELZ als MOTÖRHEAD! Lemmy ist trotz seines fortgeschrittenen Alters immer noch jederzeit in der Lage, den bereits zu Tausenden vor der Bühne stehenden Fans den Valhalla-Marsch zu blasen. Die geradelinige Rock'n'Roll Attitude, gepaart mit der richtigen Portion Straßendreck und Alkohol in jedweden Varianten war ein idealer Anheizer. Und das, obwohl das Thermometer bereits 30° im Schatten anzeigte. Vor der Bühne versuchten sich alle vergeblich mit Bier zu kühlen, auf der Bühne hatte man das mit Wodka schon vorher getan. So krachten ganz unbeschwert ins Gebälk: "We Are Motörhead" (jawoll!), "No Class", "Shoot You In The Back", "Metropolis", "Doctor Rock", "Over The Top", "Going To Brazil", "Sacrifice", "Life's A Bitch", "R.A.M.O.N.E.S.", "Killed By Death", "Iron Fist", "Ace Of Spades", "Overkill"!!! Das hat gesessen, nicht wahr? Nicht so ganz gesessen hat indes der Sound, der an manchen Stellen desöfteren unheimlich matschig, übersteuert, einfach seltsam oder sogar gleich alles drei zusammen war. Ein Fall von Sonnenstich beim Mixer. Ansonsten hoppelten die Altrocker wie junge Stiere über die Bühne und zeigten so manchem Newcomer, was eine echte Harke ist. Ein Volk, ein Reich, ein Lemmy eben.

      Was danach kam, war Magie. Diese hörte heuer in Wacken auf den Namen BÖHSE ONKELZ. Sie waren bereits viele Monate für Wacken angekündigt (eigentlich seit einem Jahr), als die Schocknachricht für alle Anhänger der ehemaligen Frankfurter Jungs bekanntgegeben wurde: Wacken wird der Auftakt zur Abschiedstour. Aus. Vorbei. Für immer. Der Donnerstag Abend verlief unter dem Motto: "A Night To Remember". Und zum Erinnern gab es genug: 15 Jahre Wacken - und die ONKELZ waren es, die dieses Festival acht Jahre zuvor so richtig groß gemacht hatten. Eine Ehrensache, dass sie heute da waren.
      "Hier sind die Onkelz" war der passende Anfang, der sämtliche Fans sogleich totalitär ausrasten ließ. Zeit zum Ausruhen sollte es erst zweieinhalb Stunden später wieder geben. Denn Stephan Weidner kündigt "einen der längsten Gig der Onkelz-Geschichte" an. Während Sänger Kevin Russell an diesem Abend etwas ausgelutscht wirkt, nicht immer die Noten richtig trifft und bei "Heilige Lieder" sogar eine komplette Textzeile vergisst (augenzwinkender Kommentar von Stephan Weidner: "Jetzt wisst ihr, warum wir uns auflösen - wir vergessen schon unsere eigenen Texte"), ist der Rest der fantatischen Vier voll auf der Höhe und beackert mit größtem Einsatz die Bühne. Während man hinterm Mischpult langsam wieder zu sich selbst findet, kommt aber auch hier der Sonnenstich noch einige Male zum Einsatz und wirkt sich negativ auf den Sound aus. Das spielt jedoch längst keine Rolle mehr: im Publikum war die Stimmung bereits bei den ersten drei Songs nahe dem Siedepunkt. Bei alten Klassikern der Marke "Stunde des Siegers" gab es entgültig kein Halten mehr. Die Band war sichtlich beeindruckt. Die Zuschauer bunt gemischt: deutlich weniger Onkelz-Shirts als gedacht, aber von den 49.000 Festivalbesuchern insgesamt standen bereits an diesem Donnerstag Abend locker 25-30.000 vor der Bühne. Spätestens bei ihren Soli bewiesen die ONKELZ auch dem letzten Zweifler: sie sind auf dem Höhepunkt ihres Könnens. Wer speziell das Gitarrenspiel solcher (mittleren) Frühwerke wie "Es ist soweit" mit den aktuellen Fingerfertigkeiten vergleicht, muß erstaunt und neidvoll anerkennen: die ONKELZ sind technisch mittlerweile versiert. Vielleicht ist ja auch das mit ein Grund, dass man nun auf zu neuen Wegen geht, neues versucht und das festgefahrene Bandgefüge Vergangenheit sein lässt. So verschweisst die Jungs noch bis zum Schluß waren: das Songwriting befand sich in einer Sackgasse und die punkige "Drei Akkorde für ein Halleluja"-Einstellung wurde längst durch das Leben überholt. All dies war jedoch an diesem Abend kein Thema. Zurück bleibt einer der geilsten ONKELZ-Auftritte die ich je sah (und ich sah seit 1988 bereits so einige). Da passte noch die schöne Geste, "Auf gute Freunde" Lemmy und MOTÖRHEAD zu widmen. Macht's gut, Jungs.

      Setlist:
      Hier sind die Onkelz
      Dunkler Ort
      Finde die Wahrheit
      Immer auf der Suche
      Narben
      Ich bin in dir
      Onkelz vs. Jesus
      So sind wir
      Langer Weg
      Terpentin
      Buch der Erinnerung
      Danke für nichts
      Wieder mal 'nen Tag verschenkt
      Superstar
      Nie wieder
      Nichts ist für die Ewigkeit
      Nichts ist so hart wie das Leben
      Gehasst, verdammt, vergöttert
      Für immer (Version 2004)
      Danket dem Herrn
      Wie tief willst du noch sinken
      Heilige Lieder
      Nur die besten sterben jung
      Schutzgeist der Scheiße
      Stunde des Siegers
      Lieber stehend sterben
      Firma
      Auf gute Freunde
      ---
      Kirche
      Mexico
      Erinnerung

      Freitag - True Metal Stage

      Die Hamburger Teutonenbrigade PARAGON eröffnete den Freitag mit dem Vorteil eines Heimspiels, liegt doch dieses Dorf gar nicht soweit von der Metropole Wacken entfernt. PARAGON bewiesen gleich von Anfang an, dass Songs vom Schlage "The Legacy", "Palace Of Sin" oder "Across The Wastelands" bereits in der Heavy Metal Bundesliga mitspielen. Ein wenig undankbar, da bei so früher Stunde auftreten zu müssen. Die Band aber nahm's locker und vor der Bühne stand bereits eine ordentliche Anzahl Germanenkämpfer mit Bier und Met.

      Während vor der Black Stage kurz zuvor massenweise ORPHANAGE-Fans ob der brütend heißen Frühmittagsonne zu Staub zerfallen waren, staubte bei WEINHOLD (das neue Projekt von ex-ZED YAGO-Sängerin Jutta) nur eins: das bodenlos langweilige Konzept dieses Auftritts. Da erzählt die gute ewig Geschichten, Shakespeare-Gedichte in langweilige Songs verpackt, sinnlose und scheiternde Hintergrunderklärungen ans Publikum. Was für eine Verschwendung von einer der besten Sangesstimmen im Heavy Metal. Dieses Talent sollte bei diesem Auftritt nur ein einziges mal durchblicken: zum Abschluß dieses anstrengenden Vortrags mit dem ZED YAGO-Klassiker "Black Bone Song". Sowas von schade...

      BRAINSTORM sind ein Phänomen: in regelmäßigen Abstände